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MIKE ANDERSON & JACQ DORN

 

Gitarrenklänge werden oft missbraucht für eingängige Spanien- oder Lateinamerika-Impressionen. Doch dem Münchener Duo Jacq Dorn (Konzertgitarre) und Mike Anderson (Akustikgitarre) gelingt es, dem Instrument seine unverwechselbare Klangfarbe zurückzugeben. Anderson Dorn verschmelzen unterschiedlichste Elemente europäischer Kunstmusik sowie Anklänge an die Folklore Spaniens und des Balkans zu einer Mixtur aus Eigenkompositionen mit hoher Authentizität. Die beiden Musiker entlocken den Saiten ungewöhnlich variantenstarke Klangfolgen, die technisch zu präzise gespielt sind, als dass sie je ins Kitschige abgleiten könnten. Die Instrumente scheinen so genau aufeinander abgestimmt, als entscheide nur ein einziger Musiker über den nächsten Griff in die Saiten. Anderson Dorn bieten eine originelle Mischung, in der sich unterschiedlichste Einflüsse mit musikalischer Intelligenz und geschicktem Arrangement eigenständig und vital verquicken. Das Klangfarbenkolorit des Duos macht den Reiz ihrer Musik aus: Nicht allein die virtuose Beherrschung verschiedener Spieltechniken sorgt für eine entsprechend große Bandbreite, auch die Kombination von klassischer Konzertgitarre und Steelstring bildet eine vielschichtige und spannungsvolle Grundlage. Mit der Veröffentlichung ihrer ersten CD „Essences“ präsentieren sie sieben Eigenkompositionen.

 

„La salida“ mutet an wie das fließende Träumen über die Saiten, gespickt mit percussionähnlichen Widerhaken und sehr leisen spanischen Akzenten. Während „impulsion ardente“ rhythmische Energie und perkussive Prägnanz bündelt, kommt „Toccata“ als ein Klangkontinuum sich fortspinnender gebrochener Akkorde daher, aus jagenden, getriebenen Rhythmen, versehen mit packender barocker Motorik und irisierender Klangfarbigkeit. Das knapp viertelstündige Stück „opus magnum“ sorgt für eine ganz eigene Klangwelt mit einem reichen Stilmix aus rhapsodischen Elementen und dem Wechsel von binärer mit ternärer Rhythmik. Es spannt ein verführerisches Netz von Motiv- Erkundungen, Tempi und Klangfarben, in dem man für einen winzigen Augenblick meint, eine arabische Oud zu hören. Der Klang der Gitarre wird zum eigenen musikalischen Kosmos, dessen kleine liedhafte Passagen getragen sind von einem soghaften, betont rhythmischen Grundmotiv. „La barca nel mare“ zeichnet mit seiner musikalischen Rhetorik die Wogen eines Kahns nach. „La Promessa“ zeigt erneut klangmalerische Qualität und erinnert an Filmmusik. Mike Anderson und Jacq Dorn stehen ab sofort für Konzerte zur Verfügung.